
Angelknoten leicht gemacht – Der ultimative Guide für jeden Angler!
Angelknoten sind ein zentrales Thema für jeden Angler. Ob beim Fischen mit Ködern, beim Anbringen eines Wirbels oder beim Verbinden von unterschiedlichen Schnüren – ohne die richtigen Knoten geht nichts. Sie entscheiden darüber, ob dein Köder sicher hält oder ob du am Ende des Tages mit leeren Händen nach Hause gehst. Doch keine Sorge: Dieser Guide zeigt dir alles, was du über die wichtigsten Angelknoten wissen musst, mit detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und wertvollen Tipps für jede Angelsituation.
Was sind Angelknoten und warum sind sie wichtig?
Angelknoten sind unverzichtbare Techniken für erfolgreiche Angelmontagen. Sie ermöglichen die sichere Verbindung von Angelschnur, Wirbeln, Ösen und anderen Bauteilen, sodass diese auch bei starker Belastung nicht versagen. Jeder Knoten, ob für geflochtene Schnur oder Hauptschnur, hat seine spezifischen Eigenschaften - vom praktischen Schlaufenknoten über den technischen Drop Shot Knoten bis zum robusten Albright-Knoten für Schlagschnurverbindungen. Die richtige Knotentechnik ist dabei entscheidend für die Belastbarkeit der gesamten Montage.
Für jeden Angler ist die Beherrschung verschiedener Knotenarten fundamental wichtig. Ein unsauber gebundener Hakenknoten oder Wirbelknoten kann dazu führen, dass der teure Köder durch einen Schnurbruch in den Weiten des Horizonts verschwindet oder die Schnur beim Drill eines kampfstarken Fisches reißt, was neben dem nicht gefangenen Fisch auch ein Lebewesen mit Haken im Maul zurücklässt. Spezielle Angelknoten wie Stopperknoten, Spulenknoten oder Schlaufenverbindungen erfüllen dabei jeweils eigene wichtige Funktionen in der Montage. Die Wahl und korrekte Ausführung des richtigen Knotens ist somit ein wesentlicher Bestandteil der Angelausrüstung und kann über Erfolg und Misserfolg am Wasser entscheiden.
Die wichtigsten Angelknoten im Überblick
Hier sind die wichtigsten Angelknoten, die jeder Angler kennen sollte. Diese Angelknoten haben sich über Jahre bewährt und sind sowohl für Anfänger als auch für Profis unverzichtbar.
Clinchknoten
Der Clinchknoten ist einer der am häufigsten verwendeten Angelknoten, besonders bei monofilen Schnüren. Er ist leicht zu erlernen und bietet eine hohe Festigkeit, solange er richtig gebunden wird. Der Clinchknoten eignet sich hervorragend, um Haken, Wirbel und andere Bauteile sicher zu befestigen. Hier empfiehlt es sich immer den doppelten Clinch zu verwenden, da dieser eine höhere Tragkraft als der einfache Clinchknoten aufweist.
Dieser Knoten ist besonders bei Anfängern beliebt, da er schnell und einfach zu binden ist. Allerdings ist er weniger für geflochtene Schnüre geeignet, da diese auf glatten Oberflächen leichter abrutschen können.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Schritt 1:
Im ersten Schritt führst du das Schnurende zwei Mal durch das Öhr des Hakens oder Wirbels und legst es vor dich hin.
- 2Schritt 2:
Wickle das Ende mindestens 5-7 Mal um die Hauptschnur. Achte darauf, dass die Wicklungen sauber und gleichmäßig sind, um eine optimale Festigkeit zu gewährleisten.
- 3Schritt 3:
Führe das Schnurende durch die, im Punkt 1 entstandene Schlaufe, nahe dem Öhr. Befeuchte den Knoten leicht mit Wasser oder Speichel, um Reibung zu reduzieren.
- 4Schritt 4:
Ziehe den Knoten fest, indem du an beiden Enden der Schnur ziehst. Schneide überschüssiges Material ab, aber lass ein kleines Stück überstehen, falls die Schnur sich leicht dehnt.
Palomar Knoten
Der Palomar Knoten bietet eine hohe, fast 100-prozentige Tragkraft beim Verbinden von Schnüren mit Wirbeln und Haken. Außerdem ist er vielseitig einsetzbar, da er auch als Dropshotknoten verwendet werden kann. Da er besonders einfach zu binden ist, ist er auch gut für Anfänger geeignet.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Schritt 1:
Die Schnur wird doppelt gelegt, sodass eine Schlaufe entsteht, welche du durch den Wirbel oder den Haken führst.
- 2Schritt 2:
Anschließend gehst du mit dem Schlaufenende durch die neu erzeugte Schlaufe am Öhr des Wirbels.
- 3Schritt 3:
Im nächsten Schritt führst du nun den Wirbel durch das Schlaufenende. Hier bedarf es viel Konzentration!
- 4Schritt 4:
Im letzten Schritt musst du den Knoten nur noch befeuchten, zuziehen und das überstehende Ende abschneiden.
Grinner Knoten
Der Grinner Knoten ist ein echter Allrounder und eignet sich für verschiedene Schnurtypen, darunter monofile und geflochtene Schnüre. Er ist äußerst stabil und wird oft verwendet, wenn eine hohe Tragkraft gefragt ist, zum Beispiel beim Fischen auf kapitale Fische.
Hast du es gewusst?Der Grinner Knoten ist etwas anspruchsvoller als der Clinchknoten, aber er lohnt sich, wenn du eine besonders hohe Knotenfestigkeit benötigst. Er wird vor allem bei geflochtener Schnur empfohlen, da er rutschfest ist.
Albright Knoten
Der Albright-Knoten ist ein Muss, wenn du unterschiedliche Schnurtypen verbinden möchtest, wie etwa eine geflochtene mit einer monofilen Schnur. Durch seine Konstruktion bleibt er schlank und gleitet gut durch die Rutenringe.
Blutknoten
Der Blutknoten ist ideal, um zwei monofile Schnüre gleicher Stärke zu verbinden. Er wird häufig beim Bau von Vorfächern und beim Verbinden von Hauptschnüren eingesetzt. Er ist nicht nur robust, sondern auch sehr ästhetisch.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Schritt 1:
Im ersten Schritt legst du die beiden Schnurenden parallel nebeneinander vor dir zurecht, sodass du einen guten Überblick hast.
- 2Schritt 2:
Im zweiten Schritt wickelst du nun das erste Ende 4 bis 5 Mal um die andere Schnur herum, sodass eine Verbindung entsteht.
- 3Schritt 3:
Im dritten Schritt führst du das Ende durch die Schlaufe, die sich bei der ersten Wicklung gebildet hat.
- 4Schritt 4:
Wiederhole diesen Vorgang mit dem anderen Schnurende, sodass beide Enden in entgegengesetzte Richtungen gewickelt sind.
- 5Schritt 5:
Im fünften Schritt befeuchtest du den Knoten und ziehst beide Enden gleichzeitig fest. Fertigt ist der Blutknoten.
Dropshot-Knoten
Der Dropshot-Knoten ist ideal für das Drop Shot Rig und ermöglicht es, den Haken in perfektem Winkel zur Angelschnur zu befestigen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Schritt 1:
Führe die Angelschnur durch die Hakenöse und lasse einen ausreichend langen Schnurüberstand, an dem später das Dropshot-Blei eingehängt wird.
- 2Schritt 2:
Bilde eine Schlaufe und wickle die Hauptschnur mindestens 3–5 Mal um das Schnurende, indem du den Haken um das Schnurende drehst.
- 3Schritt 3:
Ziehe die Angelschnur fest, um den Knoten zu sichern und den Haken in der gewünschten Position zu fixieren.
Schlaufenknoten
Der Schlaufenknoten wird verwendet, um eine stabile Schlaufe zu binden, an der du Wirbel oder andere Komponenten befestigen kannst. Insbesondere bei einem selbst gebundenen Hakenvorfach zum Posen oder Grundangeln wird dieser benötigt
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Schritt 1:
Als ertsen Schritt bildest du eine Schlaufe am Ende der Hauptschnur und legst dir diese vor dir zurecht.
- 2Schritt 2:
Im zweiten Schritt erzeugst du mit der bereits gelegten Schlaufe eine weitere Schlaufe auf der Hauptschnur.
- 3Schritt 3:
Im dritten Schritt wickelst du die Schnur zwei Mal um das Schlaufenende, um eine feste Bindung zu schaffen.
- 4Schritt 4:
Im vierten Schritt ziehst du die Schlaufe und die Schnur fest, sodass eine belastbare Verbindung entsteht.
Welche Knoten sind die besten für welche Angelsituationen?
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Hauptschnur vs. Vorfach:
Beim Anbringen von Vorfächern wird oft ein Blutknoten oder Albright Knoten verwendet, da diese Knoten schnurschonend und gleichzeitig sehr stabil sind.
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Knoten für monofile Schnur:
Monofile Schnüre sind dicker und dehnen sich, was bedeutet, dass Knoten wie der Clinchknoten gut geeignet sind.
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Knoten für geflochtene Schnüre:
Geflochtene Schnüre sind dünner und rutschiger. Hier empfehlen sich Angelknoten wie der Grinner oder Palomar Knoten.

Expertentipp:Gerade beim winterlichen Angeln bei niedrigen Temperaturen empfiehlt es sich, die Knoten zu Hause, im Warmen, schon zu binden. Mit nassen und kalten Fingern können Knoten zur regelrechten Herausforderung werden und eventuell nicht sauber gebunden werden.
Die besten Materialien und Werkzeuge für perfekte Angelknoten
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Schnurtypen:
Für Angelknoten kommen Monofile, Fluorocarbon und geflochtene Schnüre in Frage.
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Knotenhilfen:
Zangen, Schnurknipser und Knotenkleber erhöhen die Knotenfestigkeit und vereinfachen das Binden.
Knotenfestigkeit und Haltbarkeit – Worauf achten?
Ein Angelknoten ist nur so gut wie seine Festigkeit. Die Knotenfestigkeit gibt an, wie viel Belastung ein Knoten aushält, ohne dass die Schnur reißt. Sie ist besonders wichtig, wenn du es auf kapitale Fische abgesehen hast, die bei einem Drill ordentlich Zug auf die Schnur bringen. Hier sind einige Tipps, wie du die Festigkeit deiner Knoten maximieren kannst:
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Knoten befeuchten:
Vor dem Festziehen ist es hilfreich, den Knoten leicht zu befeuchten, zum Beispiel mit Wasser oder Speichel. Dies verringert die Reibung und verhindert, dass die Schnur durch die Hitze, die beim Ziehen entsteht, beschädigt wird.
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Sorgfältig festziehen:
Achte darauf, den Knoten gleichmäßig und mit genug Druck festzuziehen. Ein locker gebundener Knoten kann sich bei Belastung lösen.
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Regelmäßige Überprüfung:
Insbesondere bei geflochtener Schnur und hohen Belastungen kann es vorkommen, dass Knoten mit der Zeit an Festigkeit verlieren oder sich eventuell aufziehen und öffnen. Überprüfe die Knoten regelmäßig und binde sie bei Bedarf neu.
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Knotenkleber verwenden:
Bei besonders anspruchsvollen Montagen kann ein Tropfen Knoten oder Sekundenkleber helfen, die Festigkeit zu erhöhen und das Auseinanderrutschen des Knotens zu verhindern. Achte jedoch darauf, einen speziellen Kleber zu verwenden, der die Schnur nicht beschädigt.
Ein guter Angelknoten sollte etwa 80 bis 90 Prozent der Belastbarkeit der Schnur beibehalten. Das bedeutet, dass eine 10-Kilogramm-Schnur theoretisch einen Knoten haben sollte, der mindestens 8-9 Kilogramm hält, bevor er versagt. Gerade bei starkem Zug, wie er beim Fischen auf kapitale Fische entsteht, kann ein stabiler Knoten den Unterschied ausmachen.
Häufige Fehler beim Binden von Angelknoten und wie du sie vermeidest
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Unsachgemäße Technik:
Ein Knoten muss korrekt gebunden werden, um seine Festigkeit zu bewahren. Bei manchen Knoten ist die Anzahl der Wicklungen entscheidend, bei anderen die Richtung, in der die Schnur geführt wird. Vergewissere dich, dass du die Technik für jeden Knoten genau kennst.
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Falsche Schnurwahl:
Jeder Knoten funktioniert besser mit bestimmten Schnurarten. Einige Knoten eignen sich besonders gut für monofile Schnur, während andere besser für geflochtene oder Fluorocarbon-Schnur geeignet sind. Achte darauf, die Schnurart auf den jeweiligen Knoten abzustimmen.
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Zu wenig Übung:
Gerade als Anfänger kann es leicht passieren, dass ein Knoten nicht richtig sitzt. Es lohnt sich, einige Knoten regelmäßig zu üben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie fest und sicher sie sein müssen.
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Knoten nicht befeuchten:
Das Befeuchten des Knotens vor dem Festziehen wird oft vernachlässigt, kann aber entscheidend sein. Ein trockener Knoten erzeugt mehr Reibung und beschädigt so die Schnur, was leichter zu Knotenbrüchen führen kann.
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Fehlende Überprüfung:
Nach jedem Binden ist es Pflicht, diesen auf Knotenfestigkeit zu testen. Checke nach dem Binden mit einem kräftigen Zug, ob dein Knoten auch wirklich hält.
Experten-Tipps und Tricks für den perfekten Angelknoten
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Verwende geeignetes Gerät:
Spezielle Knotenwerkzeuge helfen dir, Wirbel und Ösen sicher zu befestigen. Sie sorgen dafür, dass die Hauptschnur optimal gehalten und der Knoten, besonders bei Angelhaken und Schlaufenverbindungen, sauber gezogen wird.
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Schnurdurchmesser beachten:
Je nach Fischart und Angeltechnik solltest du die Stärke variieren. Dünnere Schnüre sind unauffälliger für scheue Fische, während dickere mehr Knotenfestigkeit bieten.
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Zusätzliche Wicklungen für mehr Stabilität:
Bei klassischen Knoten wie dem Clinchknoten oder speziellen Drop Shot Knoten kann es hilfreich sein, eine oder zwei Wicklungen mehr zu machen.
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Knotenkleber als zusätzliche Sicherung:
Bei anspruchsvollen Montagen, etwa bei Schlagschnurverbindungen oder Ösenhaken, kann ein Tropfen Knotenkleber die Haltbarkeit deutlich verbessern.

Expertentipp:Bei der Schnurwahl gilt immer: “safety first”, dünne Schnüre, die wenig Tragkraft besitzen, zu nutzen, um möglichst unauffällig Angeln zu können kann möglicherweise einem großen Fisch nicht standhalten. Dies lässt zum Einen einen Fisch mit Haken im Maul zurück und zum Anderen geht euch ein guter Fang flöten. Je nach Zielfisch muss hier die Schnur mit ausreichend Tragkraft genutzt werden. Bei der Orientierung sind die Tragkraftangaben der Schnüre in der Regel von Vorteil, da die Durchmesser stark variieren, da jeder Hersteller diese unterschiedlich berechnet und so bei gleicher Tragkraft verschiedene Schnurdurchmesser angegeben werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Angelknoten
Welcher Knoten eignet sich am besten für den ersten Einsatz? Der Clinchknoten ist der ideale Einsteigerknoten, besonders für monofile Schnur. Seine einfache Bindeart und zuverlässige Verbindung zwischen Angelschnur und Wirbel, Vorfach oder Angelhaken machen ihn zum perfekten Begleiter für erste Angelversuche.
Wie häufig sollten Knoten kontrolliert werden? Eine regelmäßige Überprüfung des Geräts, insbesondere der Knoten, ist vor jedem Angeln unerlässlich. Nach starker Belastung oder dem Einsatz von Kunstködern sollten die Verbindungen besonders sorgfältig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden.
Welcher Knoten hält bei geflochtener Schnur am besten? Der Grinnerknoten zeigt hervorragende Eigenschaften bei geflochtener Schnur. Ihre spezielle Wickeltechnik verhindert das Durchrutschen und gewährleistet eine sichere Verbindung auch bei dünnem Durchmesser.
Welche Hilfsmittel erleichtern das Knotenbinden? Spezielle Knotenhilfen und kleine Zangen unterstützen beim präzisen Binden. Diese Werkzeuge sind besonders für Einsteiger wertvoll, da sie das saubere Arbeiten erleichtern und zu stabileren Knotenverbindungen führen. Mithilfe von Schnurknipsern oder kleinen Scheren kannst du die überstehenden Enden leicht abschneiden. Ein kleines Behältnis ist sehr nützlich, wenn du am Wasser knoten bindest. In dieses kannst du die abgeschnittenen Enden entsorgen und hinterlässt keinen Müll in der Natur.
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